Mundgeruch durch Rauchen
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Methoden zur Beseitigung von Mundgeruch

Je nach Ursache können Betroffene dem Geruchsproblem auf unterschiedliche Art und Weise den Garaus machen. Eine Methode empfiehlt sich allerdings immer und das ist die regelmäßige Mundhygiene.

Inhaltsverzeichnis

Die richtige Mundhygiene

Wer auf eine regelmäßige Zahnpflege morgens und abends verzichtet, lässt Krankheitskeimen und Bakterien viel Zeit, um sich im Mund auszubreiten. Die Folge ist schlechter Atem. Auch beim Herunterschlucken von Nahrung verschwindet dieser schlechte Geruch nicht vollständig. Je länger die Mundhygiene vernachlässigt wird, desto gelber werden die Zähne. Raucher haben dann oft grau, blau oder fast schwarze Stellen auf der Zahnoberfläche.

Um dieser Ursache Herr zu werden, ist eine gute Mundhygiene das A und O. Dazu gehört, die Essensreste komplett zu entfernen und auch dem Zahnbelag zu Leibe zu rücken. Zähne haben zwei Seiten, die äußere und die innere Seite. Diese müssen auch beide mit der Zahnbürste geputzt werden.

Rot färbende Tabletten zur Selbstkontrolle

Verbraucher, die einen Vorher-Nachher-Vergleich mit färbenden Tabletten (gibt es in der Drogerie) durchführen, werden nach wenigen Tagen bereits eine erhebliche Verbesserung feststellen, wenn sie auf eine oszillierend-rotierende Zahnbürste oder ein Gerät mit Ultraschalltechnologie umsteigen. Wer es ganz genau wissen will, führt den Vergleich beim Zahnarzt durch.

Dieser kann in Prozent angeben, wie stark der Zahnbelag wirklich ist, wo er sich befindet und mit welcher Putzmethode Betroffene wirksam gegensteuern können. Ein zweiter Vergleich sechs Monate später bringt ans Tageslicht, ob das veränderte Zahnputzverhalten messbare Verbesserungen erzielt hat.

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Checkliste für gute Mundhygiene

  • Jeden Tag morgens und abends für mindestens 3 Minuten die Zähne putzen. Elektrische Zahnbürsten mindestens 2 Minuten benutzen. Beste Stärke sind weiche und mittlere Bürsten. Bei zu harten Bürsten können Zahnfleisch und Zahnschmelz verletzt werden.
  • Regelmäßiges Auswechseln der Zahnbürsten ist spätestens nach drei Monaten erforderlich. Es sollte jedoch schon früher erfolgen, wenn die Borsten zur Seite abstehen oder sich diese komplett verfärbt haben.
  • Zahnpasta mit Fluor verwenden, da es soll den Zahnschmelz härteen. Zahncremes mit anderen Zusätzen sollten mit dem Zahnarzt abgesprochen werden.
  • Zahnzwischenräume sorgfältig reinigen, am besten Zahnseide oder Interdentalbürsten benutzen.
  • Zungenreinigung mit einer Zahnbürste oder einer extra erhältlichen Zungenbürste/einem Zungenschaber durchführen. Den Bereich ganz hinten auf der Zunge nicht vergessen!
  • Nach dem Verzehr von Zitrusfrüchten und säurehaltigen Speisen die Zähne erst frühestens eine halbe Stunde später putzen. Ansonsten könnte es passieren, dass die Säure auf dem Zahnschmelz verteilt wird und diesen schädigt.
  • Bei Entzündungen im Mund besondere Mundspülungen verwenden. Zugesetzte Geruchsstoffe binden unangenehme Gerüche. Zahnärzte raten jedoch von der dauerhaften Verwendung dieser Lösungen ab, denn die permanente Verwendung kann unter Umständen die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen.
  • Gegen trockenen Mund hilft ein zuckerfreier Kaugummi. Er regt den Speichelfluss an. Dieselbe Wirkung erzielt das Kauen auf einem Stück Brot. Der Speichelfluss transportiert einen guten Teil der übelriechenden Bakterien ab.
  • Regelmäßige Zahnvorsorgetermine wahrnehmen und professionelle Zahnreinigung durchführen lassen, am besten zweimal jährlich.
  • ZahnprothesenImplantate und Zahnspangen mindestens einmal täglich nach Anweisung des Zahnarztes reinigen.

Die Bass-Zahnputzmethode

Nutzer einer klassischen Zahnbürste sollten sich eine mit besonders vielen Borsten auf kleiner Fläche kaufen und sich aufmerksam mit der so genannten Bass-Zahnputzmethode auseinandersetzen. Beim Putzen sollte

  • jeder einzelne Zahl 10 Mal sanft geschrubbt bzw. „gerüttelt“ werden und zwar so, dass die Borsten im schrägen Winkel zum Zahnfleisch stehen.
  • Die Bewegungen dürfen nicht so groß ausfallen, dass der Bürstenkopf über die Zahnflächen mehrerer Zähne reibt.
  • Vielmehr müssen sie so minimal sein, dass die Borsten auch in die Zahnzwischenräume vordringen können.
  • Die letzte Bewegung nach den 10 kleinen Schrubb-Bewegungen geht vom Zahnfleisch weg; beim Putzvorgang am Unterkiefer nach oben, beim Oberkiefer folgerichtig nach unten.
  • Dabei ziehen die Borsten den aufgebrochenen Biofilm weg vom Zahn.

Nun ist der nächste Zahn dran und die Prozedur beginnt von vorne, bis alle Zähne eines Kiefers gereinigt sind. Zurück geht es auf der Innenseite, danach sind die Kauflächen dran, bevor es zum anderen Kiefer geht. Achtung: die Zahnbürste darf für diese Putztechnik nicht zu hart sein und es ist etwas Geduld nötig.

Zahnseide, Interdentalbürsten, Mundduschen

Die Zahnzwischenräume sind außerdem bevorzugte Stellen, in denen sich Bakterien und Mikroorganismen anlagern. Zahnseide und Interdentalbürsten beim abendlichen Zahnputzritual sind hervorragende Möglichkeiten, um eine gute Mundhygiene zu erreichen. Mundduschen allerdings sind nur dann sinnvoll, wenn es darum geht, Essensreste aus den Zwischenräumen zwischen einer Zahnspange und den Zähnen zu entfernen. Ansonsten ist der feste Wasserstrahl möglicherweise eher schädlich für das Zahnfleisch.

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Elektrische Zahnbürsten

Bewährt haben sich hingegen elektrische Zahnbürsten, am besten eignen sich Produkte mit oszillierend-rotierenden Bewegungen oder Geräte mit Ultraschalltechnologie. Sie greifen den Biofilm an und erreichen scheinbar eine fast vollständige Befreiung von Plaque. 

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Regelmäßige Kontrolle und professionelle Zahnreinigung

Mindestens einmal pro Jahr sollte jeder zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt, besser sind sogar zwei Termine pro Jahr. Gleichzeitig empfiehlt es sich, Zahnbelag und Zahnstein professionell entfernen zu lassen. Denn oft sind es diese beiden Dinge, die Ursachen für einen schlechten Atem sind. Wenn Zahnstein und Zahnbelag nicht entfernt wird, können weitere Probleme im Mund auftreten. Wer einen Zahnersatz trägt, muss die Prothesen bzw. das Implantat in Absprache mit dem Zahnarzt bzw. den Zahnhygieniker regelmäßig reinigen und auch das Zahnfleisch auf spezielle Art pflegen. Kranke Zähne und entzündetes Zahnfleisch lassen sich auf diese Weise effektiv verhindern.

Bei den regelmäßigen Zahnarztbesuchen erkennt der Zahnarzt schon frühzeitig, wenn sich Karies entwickelt und kann sofort etwas dagegen unternehmen. Auch Parodontitis lässt sich von ihm frühzeitig feststellen und behandeln. Auf einer umfassenden Checkliste kann man sich orientieren, ob und was man für die optimale Mundhygiene tun muss.

Zungenreinigung, um Bakterien und Mikroorganismen zu entfernen

Als Bestandteil der täglichen Mundhygiene kam die Zungenreinigung bereits weiter oben zur Sprache. Sie soll aber noch einmal gesondert erwähnt werden, weil sie zu den wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen Mundgeruch gehört. Die Zunge hat eine raue Oberfläche, in der sich Bakterien und Mikroorganismen ideal einnisten können. Dort können sie mehr oder weniger unkontrolliert wachsen.

Die Bakterien auf der Zunge sorgen dafür, dass die Zähne auch nach dem Putzen wieder verunreinigt werden. Falls Betroffene bereits eine Parodontitis aufweisen, wird der Parodontitis Vorschub geleistet. Wer sich täglich um die Reinigung seiner Zunge kümmert, der wird erheblich dazu beitragen, dass der Mund- und Rachenraum gesundet und der Atem frischer wird.

Zungenbürste entfernt Belag auf der Zunge

Die Zungenbürste entfernt den Belag von der Zunge. Das Mundhygienegerät ist 2-3 cm breit, manche Produkte auch etwas breiter. Zum Kopfende hin ist es gebogen, manche sind mit kleinen Bürstenaufsätzen ausgestattet. Die Zungenbürste wird hinten auf der Zunge angesetzt und in einem Zug gleichmäßig nach vorne geführt.

Dabei wird der Belag weitgehend aufgenommen. Manche Mediziner sind der Auffassung, dass die Zunge auch mit einer handelsüblichen Zahnbürste effektiv zu reinigen ist. Es gibt Produkte zu kaufen, die auf der Rückseite der Borsten eine stark geriffelte Oberfläche aufweisen. Der Effekt, den die Reinigung einer Zahnbürste erzielt, ist vergleichbar mit dem Effekt der Behandlung durch die Zungenbürste.

Spezielle Zungenreiniger sind auf das Problem ausgerichtet und säubern die Zungenoberfläche recht gut. Insbesondere hinten auf der Zunge, in der sich starke Vertiefungen befinden, tummeln sich die Fäulnisbakterien. Ihre Abfallprodukte in Form von Schwefelverbindungen sind es, die den unangenehmen Geruch auch nach dem Zähneputzen verursachen und erneut etablieren. Deshalb heißt es besonders intensiv die ganze Zunge gründlich reinigen, und das am besten zweimal täglich.

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Parodontitis behandeln und Mundgeruch beseitigen

Hinter dem Begriff Parodontitis verbirgt sich eine Zahnfleischentzündung. Diese kann sich auf die Zahnfleischtaschen ausdehnen. Mit fortschreitendem Zahnbelag breitet sich die Entzündung auf den Zahnhalteapparat und das Zahnbett aus. Vormals nannte man Parodontitis auch Parodontose, das ist aber keine zutreffende Bezeichnung und veraltet.

Freiliegende Zahnhälse

Die Entzündung sorgt dafür, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht. Infolgedessen liegen die Zahnhälse frei. Daran können der Zahnknochen und das umgebende Bindegewebe zugrunde gehen. Die Folge ist, dass die Zähne sich lockern und ausfallen, wenn der Zahnarzt nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreift. Falls Betroffene merken, dass ihre Zähne schmerzhaft auf Kaltes und Heißes, Süßes oder Saures reagieren, dass sie überraschenden Mundgeruch haben oder ständiges Zahnfleischbluten, sollten Sie den Zahnarzt aufsuchen.

Bakterien wirksam beseitigen

Wenn der Zahnarzt feststellt, dass es sich um Parodontitis handelt, wird er die Zahnfleischtaschen genau in Augenschein nehmen. Manchmal wird dabei eine Bakterienprobe entnommen, damit sie im Labor untersucht werden kann. Der Patient muss eine spezielle Mundspüllösung anwenden. Außerdem hilft es ebenfalls, zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Diese entfernt die Bakterien auch aus den Zahnfleischtaschen.

Im besonders schweren Fällen wird eine lokale Betäubung verabreicht und in ganz seltenen Fällen wird sogar der Einsatz von Antibiotika nötig. Auch per Laser lässt sich die Parodontitis inzwischen behandeln. Die lichtaktiven Substanzen wirken auf die Bakterien ein, die daran zugrunde gehen. Da eine solche Behandlung allerdings mit recht hohen Kosten verbunden ist, die von den Krankenkassen derzeit nicht übernommen werden, sollten Patienten einen Kostenvoranschlag anfragen und diesen in Ruhe überprüfen.

Ayurvedischen Zahncremes nutzen

Ayurveda ist eine altindische Medizinlehre. Das Reinigen der Zunge gehört im Ayurveda zum täglichen Ritual der Mundhygiene. Anhänger des Ayurveda benutzen einen silbernen Zungenreiniger, doch auch ein Kunststoffreiniger ist absolut geeignet und zweckdienlich. Auch die Zusammensetzung von der Zahncreme spielt eine Rolle, wie die Mundhygiene anschlägt. Produkte, die zum Beispiel, Eukalyptusöl, Teebaumöl und Minzöl enthalten, helfen dabei, Mundgeruch zu überdecken, aber nicht ihn zu bekämpfen.

So mancher schwört auf ayurvedische Zahncremes mit den Inhaltsstoffen Niembaumöl, Nelkenöl und Süßholz oder auch mit Kräutermischungen aus Thymian, Minze und Cylon-Zimt. Diese Zahncremes wirken auf ähnliche Weise gegen Mundgeruch, denn die intensiven und aromatischen Kräutermischungen überdecken den Geruch.

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Natürliche Mundspülungen gegen Mundgeruch

Um üblen Mundgeruch zu bekämpfen, gibt es eine ganze Reihe von Hausmittelchen, die sich rund um das Thema Pflanzenextrakte ranken. Sie auszuprobieren kann nicht schaden.

  • Naturtrüber Apfelessig: 1 Teelöffel naturtrüber Apfelessig auf 125 ml lauwarmes Wasser geben und umrühren. Die Mischung zuerst gurgeln und dann herunterschlucken.
  • Salbeitee: Getrocknete Salbeiblätter mit heißem Wasser auf gießen und abkühlen lassen. Sobald der Tee lauwarm ist, regelmäßig den Mund damit ausspülen.
  • Myrrhetinktur: 8-10 Tropfen Myrrhetinktur auf 250 ml Wasser geben. Den Mund regelmäßig damit ausspülen.
  • Propolis: Propolis ist das von Bienen erzeugte Harz. Es kommt direkt aus der Natur und hat die Funktion, den Bienenstock wirksam vor Bakterien und anderen schädlichen Mikroorganismen zu bewahren. Aus diesem Grund soll Propolis auch eine gute Möglichkeit sein, um den Mund- und Rachenraum zu behandeln. Dazu brauchen Betroffene Propolis Tinktur oder Propolis Pulver, das mit einigen Tropfen in einem Glas Wasser als Mundspülung verwendet wird. Rührt der Mundgeruch vom Magen her, nützen entweder Propolis Tabletten oder Pulver. Betroffene rühren 3-mal Täglich das Pulver oder die Tinktur in ein Glas lauwarmes Wasser und trinken es in kleinen Schlucken. Die Wirkung entfaltet sich erst im Magen.
  • Teebaumöl: Bis zu zehn Tropfen australisches Teebaumöl von 150 ml Wasser auflösen und als Mundspülung verwenden.
  • Eukalyptus: Pastillen, Bonbons und Kaugummi mit Eukalyptus lutschen bzw. kauen.

Ernährungs- und Trinkgewohnheiten anpassen

Wie ausführlich erklärt ist es wichtig, dass genügend Speichel zur Verfügung steht, um Bakterien und Mikroorganismen und deren Abfallprodukte aus dem Mundraum abzuführen. Doch nicht jeder Mensch produziert ausreichend Speichel. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Erste Hilfe, um die Speichelproduktion anzuregen, ist Wasser trinken.

Wasser trinken und Speichelproduktion ankurbeln

Wer zu wenig trinkt, produziert auch zu wenig Spucke. In der Folge ist eine ausreichende Menge Flüssigkeit nötig, um den Mund feucht, den Speichelfluss ingang und den Abtransport von schlechten Gerüchen sicher zu stellen. Als Faustregel gilt pro Kilogramm Körpergewicht mindestens 30 ml pro Tag zu trinken.

Lebensmittel gegen schlechten Atem vermeiden

Eine ausgewogene Ernährung ist generell gesund für den Körper und das schlägt sich auch im geruchsfreien Atem nieder. Eine basische Ernährung, der Verzehr von Salaten, Nüssen, Früchten und frischem Gemüse trägt zur gesunden Mundflora bei. Beim Würzen sollten Verbraucher auf mehr Salz setzen und mit kaltgepressten Ölen und frischen Kräutern arbeiten.

Wer viel Gemüse ist, regelmäßig Obst verzehrt, auf scharfe Speisen verzichtet und kaum oder gar kein Alkohol trinkt sowie das Rauchen vermeidet, hat allgemein gute Chancen, keinen Mundgeruch zu entwickeln. Kommt noch körperliche Bewegung hinzu, die die Durchblutung ankurbelt und damit die wesentlichen Körperfunktionen unterstützt, so schlägt sich das ebenfalls in der Mundgesundheit nieder. Ausgewogene Ernährung, viel frische Luft und regelmäßiger Wasserkonsum wirken durchweg positiv auf die Seele, den Geist und den Körper.

Gesunde Darmflora als Grundlage

Eine gestörte Darmflora sorgt als Begleiterscheinung für einen schlechten Atem. Zwar ist eine intakte Darmflora im Umkehrschluss kein unumstößlicher Garant für eine gesunde Mundflora, aber sie sorgt in vielen Fällen für eine merkliche Verbesserung. Das gilt insbesondere dann, wenn die offenkundigen Methoden aus der Zahnpflege vorbildlich angewendet wurden, der Mundgeruch aber immer noch nicht ganz verschwunden ist.

Probiotika nutzen

Um Mundgeruch zu bekämpfen, ist eine gesunde Mundflora zwingend erforderlich. Bislang sind vorwiegend Methoden genannt worden, die die übelriechenden Bakterien im Mund bekämpfen und das Milieu im Mund verbessern. Auf dieser Grundlage kann die Mundflora gesunden.

Allerdings hängt es auch davon ab, dass die Darmflora intakt ist, damit die Mundflora funktioniert. Der Zusammenhang lässt sich über die Mundschleimhäute herstellen. Diese sind, genauso wie die Darmschleimhaut, ein Teil des Verdauungssystems. Die Schleimhäute stehen innerhalb des Körpers miteinander in Verbindung und nehmen gegenseitig Einfluss aufeinander. Der Handel hält inzwischen Kaugummis mit probiotischen Eigenschaften bereit. Diese sollen ebenfalls gegen akuten Mundgeruch helfen. Die Wirkung konzentriert sich entsprechend auf den Mund- und Rachenraum. Der Rest des Verdauungssystems profitiert nicht davon.

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Geschädigte Darmflora kann unangenehmen Mundgeruch verursachen

Eine gestörte Darmflora kann Ursache für flechten Atem sein. Besteht dieser Verdacht, sollte besser ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dieser kann sollte die Ursache finden und zu einer sinnvollen Therapie raten. Teil dieser Therapie können auch hochwertigen Probiotika sein. In Verbindung mit einer kompletten Darmsanierung zeigt sich in vielen Fällen eine Verbesserung der Mundflora. In der Folge kann der Mundgeruch deutlich zurückgehen.

Probiotika sind hilfreiche Darmbakterien. Sie helfen beim Aufbau einer gesunden Darmflora. Die Darmbakterien sind entweder als flüssiges Präparat erhältlich oder verschlossen in Kapseln. Anwender können sich für eines der Produkte entscheiden oder beide miteinander kombinieren. Wer sich für eine komplette Darmsanierung entscheidet, sollte zusätzlich zu den Probiotika auf Flohsamenschalenpulver sowie Bentonit setzen.

Bentonit bei Mundgeruch

Bentonit ist Mineralerde. Sie scheint wirksam gegen Mundgeruch. Als Mundspülung soll sie Giftstoffe aufnehmen und aus dem Mundraum entfernen. Mit Giftstoffen sind Bakterien und Toxine im Mundbereich gemeint, die mittels Durchspülen und Ausspucken entfernt werden können. Wer Bentonit gegen Mundgeruch probieren möchte, kann einen gehäuften Teelöffel mit etwa 250 ml Wasser anrühren. Das Wasser sollte höchstens lauwarm sein, besser noch ist kaltes Wasser.

Betroffene nehmen nun einen Schluck in den Mund und ziehen die Flüssigkeit gründlich durch die Zähne hin und her. Dadurch sollen auch die Zahnzwischenräume gereinigt werden, da an diesen Stellen erfahrungsgemäß schwer erreichbare Bakterien sitzen, die den Mundgeruch verursachennkönnen. Die Prozedur sollte mehrmals wiederholt werden, bis die Mischung verbraucht ist.

Bentonit Zahnpaste schützt vor Zahnfleischentzündungen

Eine Variante der Anwendung stellt die Vermischung mit weniger Wasser dar. Aus dem Pulver mit einigen Tropfen Wasser wird eine Paste angerührt. Diese Paste ist nun auf das Zahnfleisch und die Zunge aufzutragen. Einige Minuten sollten Verbraucher nun mit dieser Paste im Mund aushalten, ohne diese auszuspülen oder herunter zu schlucken. Dieser Vorgang sollte täglich zwei bis dreimal durchgeführt werden. Die Paste scheint nicht nur hilfreich gegen Mundgeruch, sie soll auch Zahnfleischproblemen vorbeugen.


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Natalie Berger

Natalie Berger ist Heilpraktikerin und nebenbei Medizin- und Gesundheitsredakteurin bei Mundgeruch-beseitigen.info. Sie verfügt über mehrere Jahre Erfahrung in der Erstellung von Artikeln im medizinischen als auch alternativ-medizinischen Umfeld. Ihre Fachgebiete sind insbesondere alternative Heilmethoden und ärztliche Weiterbildungen.