Fast jeder zweite glaubt, Mundgeruch zu haben. Doch bei vielen trifft das überhaupt nicht zu. Es ist lediglich die subjektive Wahrnehmung, die den Mundgeruch vorgaukelt. Oft wird Menschen, die aus dem Mund riechen, unterstellt, sie hätten ein ungenügendes Hygieneverhalten. Aber das stimmt pauschal formuliert nicht. Mundgeruch ist für die meisten Menschen eine grundlegend peinliche Angelegenheit. Schlechter Atem kommt bei niemandem gut an.

Ob im Berufsleben, beim privaten Small Talk oder in der Partnerschaft, Mundgeruch vergrault so manchen Zeitgenossen. Wer unter Mundgeruch leidet, sei es unter dem echten oder dem subjektiv wahrgenommene, der kann oft schon mit einfachen Mitteln für Abhilfe sorgen.

Inhaltsverzeichnis

Mittel gegen Mundgeruch – Kaufempfehlungen

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Messbarer, chronischer Mundgeruch ist ein Problem weniger Menschen

Die Wissenschaft hat sich inzwischen mit dem Thema Mundgeruch (Halitosis) auseinandergesetzt. Herausgefunden hat sie, dass lediglich 25 % aller Menschen unangenehm aus dem Mund riechen. Und das geschieht in der Regel auch nur im Zusammenhang mit dem Verzehr einer stark gewürzten Mahlzeit oder am frühen Morgen, direkt nach dem Aufstehen. Und das ist völlig normal. Glauben wir der Wissenschaft, dann leiden nur etwa 6 % aller Menschen unter chronischer Halitosis.

Die restlichen 94% haben gelegentlich leichten Mundgeruch aus vorwiegend harmlosen und vorübergehenden Gründen. Die Ursachen sind recht unkompliziert feststellbar und glücklicherweise wirksam zu beseitigen. Zahnmediziner der Universität Basel untersuchten Menschen, die davon ausgingen, dass sie Mundgeruch hätten.

Befunde, Diagnosen und Ergebnisse der Untersuchung sind hier [1] zu finden. Die Zusammenfassung der Untersuchung ist wie folgt: Von den untersuchten Patienten waren nur 12,5 % von messbarem Mundgeruch betroffen. Die Messung erfolgte mit speziellen Atemmessgeräten, sodass die Befunde zuverlässig sind. In dem bei weitem überwiegenden Teil aller Fälle rührte der Mundgeruch tatsächlich aus dem Mund und nicht aus dem Verdauungsapparat oder von den Zähnen her.

Die Zunge soll laut der Untersuchung der Hauptschuldige sein. In den Fältchen der Zunge können sich mikroskopisch kleine Bakterien ansiedeln und den übelriechenden Zersetzungsprozess antreiben. Der Zungenrücken ist ein beliebter Ort für die Bakterien, weil hier zum einen Rückstände der Mahlzeiten hängen bleiben und zum anderen Nasensekret heruntertropft. Ein optimales Milieu für Bakterien, das leicht zu verändern ist.

Mundgeruch kann jeden treffen

Am weitesten verbreitet ist Mundgeruch bei Menschen, die ihre Zahnpflege vernachlässigen und auch sonst der Mundhygiene keine Aufmerksamkeit schenken. Die Verhaltensweise zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und ist nicht nur ein Problem einer bestimmten Gruppe. Menschen, die

  • rauchen und
  • regelmäßig Alkohol trinken sowie
  • stark gewürzte Speisen essen,

sind die zweite Gruppe, die auch einen strengen Geruch verströmen kann.

Im Gegensatz dazu stehen Personen mit einer ausgewogenen und gemüsereichen Ernährung, die regelmäßig ausreichend Wasser zu sich nehmen und sich hinreichend der Zahnpflege widmen. Das betrifft einen großen Teil der Bevölkerung. Mundgeruch ist kein Massenphänomen und ein phasenweise stark riechender Atem kann normal sein. In vielen Fällen geht es darum, den subjektiv erlebten Mundgeruch aufgrund individueller Hygiene- und Reinlichkeitsansprüche noch weiter zu reduzieren.

Ursachen von Mundgeruch aufspüren

Menschen, die unter Mundgeruch leiden, können aufatmen, denn es gibt neben der Zungenreinigung noch eine ganze Reihe von Optionen, die man ausprobieren kann. Als Ursache für Mundgeruch kommen, zusätzlich zu den bereits genannten, diverse Optionen in Betracht. Rauchen, Verzehr von stark riechenden Lebensmitteln (z. B. Knoblauch), Alkohol- und Kaffeekonsum, Konsum von Milchprodukten oder Mundtrockenheit gehören dazu. Um die passende Methode zu finden, die den Mundgeruch beseitigt, müssen Betroffene wissen, warum sie Mundgeruch haben.

Methoden zur Beseitigung von Mundgeruch

Mundgeruch lässt sich mit verschiedenen Methoden systematisch beseitigen. Eine umfassende Mundhygiene inklusive Zungenreinigung spielt eine wichtige Rolle. Außerdem können Betroffene ihren Atem dadurch verbessern, dass sie genügend Wasser trinken und bestimmte Lebensmittel konsumieren oder weglassen. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von weiteren Hausmitteln, die erfahrungsgemäß gut funktionieren. Falls die Darmflora aus dem Gleichgewicht ist und der Mundgeruch aus diesem Grund entsteht, kann eine Darmsanierung unter Umständen die richtige Vorgehensweise sein.

Ursachen von Mundgeruch

Viele Betroffene wissen meist ziemlich genau, warum sie Mundgeruch haben. Wer Knoblauch gegessen hat, Bier oder zu viel Kaffee trinkt, hält sich in der Kommunikation mit anderen oft zurück. Die Fahne verfliegt meist nach ein paar Stunden.

Sollte trotz sorgfältiger Pflege der Zähne und des Mund- bzw. Rachenraum trotzdem häufig Mundgeruch entstehen, ist das kein gutes Zeichen. Betroffene sollten sich dann mit diesem Problem auseinandersetzen – um ihrer selbst und den Mitmenschen zuliebe. Falls Mundgeruch plötzlich und unerwartet auftritt oder sich nach einiger Zeit als Dauerproblem festigt, sollten Betroffene immer zum Hausarzt gehen oder einen Zahnarztbesuch vereinbaren. Schnelle Ursachenforschung ist hilfreich, um das Problem so effektiv wie möglich zu beseitigen.

Die häufigsten Ursachen für Mundgeruch auf einen Blick:

  • Bakterien und Mikroorganismen können für schlechten Geruch im Mund verantwortlich sein
  • Trockene Mundschleimhäute begünstigen die Entstehung von Mundgeruch
  • Eine Begleiterscheinung von Diabetes kann schlechter Atem sein
  • Knoblauch, Zwiebeln und andere stark riechende Lebensmittel verstärken schlechten Atem
  • Der Verzehr von Milchprodukten kann Mundgeruch bedingen

Bakterien als Ursache von Mundgeruch

Mundgeruch wegen Bakterien im Mund
Bakterien im Mund- und Rachenraum sind oft Verursacher für Mundgeruch.
Bildquelle: Maxx-Studio / Shutterstock.com

Wenn es um den Mundgeruch geht, dann sind Bakterien im Mund- und Rachenraum oft Schuld daran. Wer jedoch über einen guten Speichelfluss verfügt, der spült die Bakterien quasi weg.

Bakterien und Mikroorganismen sorgen für schlechten Geruch im Mund

Auf unseren Schleimhäuten, auf den Zähnen und der Zunge befinden sich Millionen von Bakterien sowie andere Mikroorganismen. In unserem Mund ist das Milieu warm und feucht – das sind quasi perfekte Lebensbedingungen für sie.

  • Zwischen den Zähnen,
  • in Zahntaschen und
  • an anderen versteckten Plätzen

gedeihen Fäulnisbakterien sehr gut. Ihre Aufgabe ist es, Essensreste zu zersetzen und auch die körpereigenen absterbenden Zellen im Mundraum und im Speichel zu bekämpfen. Sie machen eine gute Arbeit und zu riechen ist das an den flüchtigen Schwefelverbindungen, die während des Zersetzungsprozesses entstehen. Betroffene  nehmen diesen Geruch als faulig wahr. Beim Zersetzen von manchen Speisen entwickelt sich der Fäulnisgeruch stärker. Dazu gehören insbesondere Nahrungsmittel, die reich an Fetten und Eiweißen sind.

Die Bakterien und Mikroorganismen produzieren jedoch nicht nur die flüchtigen Schwefelverbindungen. Vorhandene Fettsäuren und anfallende Zellstoffwechselprodukte nehmen ebenfalls Einfluss auf den Geruch des Atems. Wenn Nahrungsteilchen zum Beispiel zwischen den Zähnen verbleiben und der Fäulnisprozess weiter fortschreitet, können weitere übelriechende Gase freigesetzt werden. Verletzungen im Mund und auch frisches Blut, das sich aus einer Zahnfleischreizung ergießt, tragen zu dem übelriechenden Fäulniscocktail im Mund bei.

Die Spucke transportiert schlechte Gerüche ab

Speichel nimmt die Keime auf und schwemmt diese zusammen mit den Zellpartikeln und Essensresten die Kehle hinunter. Dieser Vorgang ist eine permanente Reinigung. Der Schluckreflex sorgt dafür, dass beim Reden, Schlafen und in jeder anderen Situation mehr oder weniger Speichel produziert und automatisch heruntergeschluckt wird.

Zusätzlich zu den Übeltätern im Speichel finden sich in ihm Abwehrstoffe. Diese helfen dabei, dass Entzündungen und Wunden im Mund- und Rachenraum schneller wieder verheilen. Die Spucke hält die Mundhöhle feucht, was auch zum gut artikulierten Sprechen unabdingbar ist.

Der Speichel legt sich wie ein schützender Film über die Zähne und wehrt aggressive Bakterien ab, die zusammen mit dem Missetäter Zucker Karies verursachen. Zwischen einem halben und eineinhalb Liter Speichel produziert jeder Mensch pro Tag. Die Produktion erfolgt in den Speicheldrüsen und damit diese gut arbeiten, müssen sie ausreichend durchblutet sein. Mangelt es an der Durchblutung, reduziert sich der Speichelfluss. In der Folge wird die permanente Reinigung des Mundraumes beschränkt. Keime haben eine Chance, sich auszubreiten.

Wenn ein Patient zum Beispiel Medikamente einnimmt, die das vegetative Nervensystem beeinflussen, das auch für die Produktion von Spucke verantwortlich ist, dann kann es ebenfalls zu Mundtrockenheit kommen, die den schlechten Mundgeruch begünstigt.

Trockener Mund als Ursache für Mundgeruch

Trockener Mund als Ursache für Mundgeruch
Spucke führt dazu, dass Bakterien aus dem Mund abgeführt und die Mundhöhle gereinigt wird. Zu wenig Spucke führt dazu, dass Bakterien überhandnehmen und so Mundgeruch entstehen kann.
Bildquelle: Mr.Cheangchai Noojuntuk / Shutterstock.com

Wenn eine ausreichende Menge Spucke dazu führt, dass Bakterien aus dem Mund abgeführt und die Mundhöhle gereinigt wird, führt ein trockener Mund in der Konsequenz dazu, dass Bakterien überhandnehmen können. Gleichzeitig fehlt den Zähnen der schützende Speichelfilm, so dass Karies ideale Angriffsflächen finden kann. Kommt Speichel mit Luft in Kontakt, geht dieser eine chemische Verbindung ein. In der Folge wird die Zahnsteinbildung begünstigt.

Schlechter Atem am Morgen ist normal

Unter diesem Blickwinkel betrachtet ist es auch verständlich, dass viele Menschen morgens einen schlechten Atem haben. Das kommt daher, dass der Körper nachts die Speichelproduktion stark reduziert. Auch Schnarcher wissen, wie trocken ihr Mund am Morgen ist. Sie haben ebenfalls oft einen schlechteren Atem. Wird aus Altersgründen die Produktion der Spucke heruntergefahren und kommt außerdem hinzu, dass zu wenig getrunken wird – ein Problem vieler älterer Menschen –, kann sich der Mundgeruch noch besser festsetzen.

Eine Hauptursache von schlechtem Atem ist also der Mangel an Flüssigkeit. Doch auch wer Hunger hat, wird sich des veränderten Geschmacks im Mund bewusst. Wenn der Körper nämlich nicht genügend Nahrung bekommt, also ein Hungergefühl entwickelt, greift er erst einmal auf die körpereigenen Fette und Eiweiße zu. Bei diesem Prozess bildet sich das Abbauprodukt Azeton, das zusätzlich den schlechten Atem ankurbelt. In Fachkreisen spricht man auch vom Hungerazeton. Es verschwindet, sobald der Betroffene wieder normal isst.

Diabetes und Mundgeruch

Mundgeruch wegen Diabetes
Auch Diabetes Patienten haben oft einen leicht süßlichen Geruch von Azeton im Mund, der von anderen als unangenehm empfunden werden kann.
Bildquelle: Montri Thipsorn / Shutterstock.com

Der leicht süßliche Geruch von Azeton entsteht auch bei Diabetes. Ein Merkmal der Diabetes ist, dass das Blut einen Mangel an Insulin aufweist, dafür aber vermehrt Fettsäuren anlagert. Normalerweise wird das Abbauprodukt der Fettsäuren (Azeton) über den Urin abgegeben. Ist die Konzentration erhöht, reicht die Ausscheidung über den Urin nicht mehr. Das vermehrt vorhandene Azeton macht sich das über den Mundgeruch bemerkbar. Das ist ein Zeichen für eine schwere Stoffwechselstörung wie Diabetes und sollte Betroffene dazu veranlassen, einen Arzt aufzusuchen.

In Studien wurde ein Zusammenhang zwischen Mundgeruch und Diabetes hingewiesen. [2]

Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln als Ursache von Mundgruch

Knoblauch und Zwiebeln als Ursache für Mundgeruch
Knoblauch und Zwiebeln führen bei regelmäßigem Verzehr ebenfalls zu Mundgeruch.
Bildquelle: Antonova Ganna / Shutterstock.com

Der Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln führt dazu, dass die Lebensmittel im Körper ihre spezifischen Gerüche freisetzen. Zum einen lagern sie sich in der Mundschleimhaut an und zum anderen werden sie verstoffwechselt. Über das Blut kommen sie zusätzlich zurück und reichern sich in der Atemluft an. Darüber hinaus entweichen die Gerüche über die Haut. Knoblauch und Zwiebeln führen bei übermäßigem Verzehr ebenfalls zu Mundgeruch.

Rauchen als Ursache für Mundgeruch

Rauchen verursacht Mundgeruch
Rauchen verursacht Mundgeruch gleich durch mehrere Konsequenzen.
Bildquelle: 71 / Shutterstock.com

Raucher starten an mehreren Fronten einen Angriff auf den Atem. Zum einen trocknet rauchen den Mund aus. Wie bereits beschrieben wird dadurch wahrscheinlich die Bildung von Zahnbelag unterstützt. Dieser wiederum entwickelt durch die Bakterienaktivität Fäulnisgerüche.

Raucher leiden häufiger unter Zahnfleischentzündungen, die sich ebenfalls durch einen speziellen, leicht eitrigen Geruch auszeichnen. Und noch ein weiterer Faktor beeinflusst den Atem von Rauchern: Einzelne Partikel aus dem inhalierten Rauch bleiben in der Mundschleimhaut haften. Dort werden sie von Bakterien und Mikroorganismen zersetzt. Da sich Rauchen ungünstig auf die Durchblutung auswirken kann, wird der Speichelfluss weiter reduziert und der schlechte Atem kann zunehmen. [3]

Alkohol und Kaffee als Ursache für Mundgeruch

Da der Verzehr von Alkohol und Kaffee ebenfalls einen Beitrag dazu leistet, dass sich Mundgeruch entwickelt, führt das Weglassen dieser beiden Komponenten in vielen Fällen dazu, dass der Mundgeruch ebenfalls verschwindet. So mancher hat schon festgestellt, dass der Verzicht auf das tägliche Glas Bier am Abend oder Glas Wein zum Mittagessen dazu führt, dass der üble Atem wie weggeblasen ist. Grund für den schlechten Atem ist, dass Alkohol sich mit dem vorhandenem Plaque verbindet und den schlechten Geruch weiter verstärkt. Jeder Atemzug befördert nun diese fauligen Ausdünstungen nach draußen.

Milch (-unverträglichkeit) als Ursache für Mundgeruch

Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Ursache von Mundgeruch
Nahrungsmittelunverträglichkeiten können ebenfalls zu Mundgeruch führen.
Bildquelle: PhotographyByMK / Shutterstock.com

Übrigens kann es auch sein, dass ein „Zuviel“ an Milch zu Mundgeruch führt. Falls sich Mundgeruch entwickelt, haben sich in der Mundhöhle Bakterien angesiedelt, die ohne Sauerstoff leben können. Man nennt sie auch anaerobe Mikroorganismen. Sie zersetzen Reste und bevorzugen dabei insbesondere eiweißreiche Nahrung. Eiweiß befindet sich unter anderem auch in Milchprodukten.

Milchunverträglichkeit im Selbsttest feststellen

Anders liegt der Fall bei einer eventuell vorliegenden Milchunverträglichkeit bzw. bei weiteren Nahrungsmittelunverträglichkeiten. So mancher es sich gar nicht bewusst, dass er unter einer Unverträglichkeit leidet. Hier müssen sich Verbraucher selber beobachten und ausprobieren, ob das Weglassen von Milch und sämtlichen Milchprodukten wie Joghurt, Quark, Sahne  etc. innerhalb von 4 Wochen dazu führt, dass der Mundgeruch zurückgeht. Eine Alternative stellt ein Vergleich bei einem Hausarzt dar. Dieser kann Patienten auf verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten Vergleich.

Methoden zur Beseitigung von Mundgeruch

Je nach Ursache können Betroffene dem Geruchsproblem auf unterschiedliche Art und Weise den Garaus machen. Eine Methode empfiehlt sich allerdings immer und das ist die regelmäßige Mundhygiene.

Mit der richtigen Mundhygiene Mundgeruch eindämmen

Wer auf eine regelmäßige Zahnpflege morgens und abends verzichtet, lässt Krankheitskeimen und Bakterien viel Zeit, um sich im Mund auszubreiten. Die Folge ist schlechter Atem. Auch beim Herunterschlucken von Nahrung verschwindet dieser schlechte Geruch nicht vollständig. Je länger die Mundhygiene vernachlässigt wird, desto gelber werden die Zähne. Raucher haben dann oft grau, blau oder fast schwarze Stellen auf der Zahnoberfläche.

Gründlich und regelmäßig reinigen ist unumgänglich

Um dieser Ursache Herr zu werden, ist eine gute Mundhygiene das A und O. Dazu gehört, die Essensreste komplett zu entfernen und auch dem Zahnbelag zu Leibe zu rücken. Zähne haben zwei Seiten, die äußere und die innere Seite. Diese müssen auch beide mit der Zahnbürste geputzt werden.

Die Bass-Zahnputzmethode

Nutzer einer klassischen Zahnbürste sollten sich eine mit besonders vielen Borsten auf kleiner Fläche kaufen und sich aufmerksam mit der so genannten Bass-Zahnputzmethode auseinandersetzen. Beim Putzen sollte

  • jeder einzelne Zahl 10 Mal sanft geschrubbt bzw. „gerüttelt“ werden und zwar so, dass die Borsten im schrägen Winkel zum Zahnfleisch stehen.
  • Die Bewegungen dürfen nicht so groß ausfallen, dass der Bürstenkopf über die Zahnflächen mehrerer Zähne reibt.
  • Vielmehr müssen sie so minimal sein, dass die Borsten auch in die Zahnzwischenräume vordringen können.
  • Die letzte Bewegung nach den 10 kleinen Schrubb-Bewegungen geht vom Zahnfleisch weg; beim Putzvorgang am Unterkiefer nach oben, beim Oberkiefer folgerichtig nach unten.
  • Dabei ziehen die Borsten den aufgebrochenen Biofilm weg vom Zahn.

Nun ist der nächste Zahn dran und die Prozedur beginnt von vorne, bis alle Zähne eines Kiefers gereinigt sind. Zurück geht es auf der Innenseite, danach sind die Kauflächen dran, bevor es zum anderen Kiefer geht. Achtung: die Zahnbürste darf für diese Putztechnik nicht zu hart sein und es ist etwas Geduld nötig.

Zahnseide, Interdentalbürsten, Mundduschen

Die Zahnzwischenräume sind außerdem bevorzugte Stellen, in denen sich Bakterien und Mikroorganismen anlagern. Zahnseide und Interdentalbürsten beim abendlichen Zahnputzritual sind hervorragende Möglichkeiten, um eine gute Mundhygiene zu erreichen. Mundduschen allerdings sind nur dann sinnvoll, wenn es darum geht, Essensreste aus den Zwischenräumen zwischen einer Zahnspange und den Zähnen zu entfernen. Ansonsten ist der feste Wasserstrahl möglicherweise eher schädlich für das Zahnfleisch.

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Bewährt haben sich hingegen elektrische Zahnbürsten, am besten eignen sich Produkte mit oszillierend-rotierenden Bewegungen oder Geräte mit Ultraschalltechnologie. Sie greifen den Biofilm an und erreichen scheinbar eine fast vollständige Befreiung von Plaque. .

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Verbraucher, die einen Vorher-Nachher-Vergleich mit färbenden Tabletten (gibt es in der Drogerie) durchführen, werden nach wenigen Tagen bereits eine erhebliche Verbesserung feststellen, wenn sie auf eine oszillierend-rotierende Zahnbürste oder ein Gerät mit Ultraschalltechnologie umsteigen. Wer es ganz genau wissen will, führt den Vergleich beim Zahnarzt durch.

Dieser kann in Prozent angeben, wie stark der Zahnbelag wirklich ist, wo er sich befindet und mit welcher Putzmethode Betroffene wirksam gegensteuern können. Ein zweiter Vergleich sechs Monate später bringt ans Tageslicht, ob das veränderte Zahnputzverhalten messbare Verbesserungen erzielt hat.

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Die wichtigesten Methoden zur Beseitigung von Mundgeruch auf einen Blick:

  • Eine gute Mundhygiene ist der erste Schritt zu frischem Atem.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt halten (schlecht riechende) Karies im Zaum.
  • Parodontitis lässt den Mundraum unangenehm riechen.
  • Die professionelle Zahnreinigung, die ein – bis zweimal im Jahr stattfinden sollte, entfernt Zahnbeläge und Zahnstein und entzieht Bakterien und Mikroorganismen die Lebensgrundlage.
  • Regelmäßige Zahnreinigung gehört zur perfekten Mundhygiene.
  • Ayurvedische Zahncreme kann aufgrund der ätherischen Öle einen frischen Atem verbreiten.
  • Es gibt viele unterschiedliche Mundspülungen, die schlechte Gerüche im Mund kurzfristig überdecken. Eine nachhaltige Lösung sind sie nicht.

Regelmäßige Kontrolle und professionelle Zahnreinigung

Professionelle Zahnreinigung gegen Mundgeruch
Die regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt reduziert die Ansiedelung von Zahnbelag und Zahnstein und verhindert damit Mundgeruch.
Bildquelle: RossHelen / Shutterstock.com

Mindestens einmal pro Jahr sollte jeder zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt, besser sind sogar zwei Termine pro Jahr. Gleichzeitig empfiehlt es sich, Zahnbelag und Zahnstein professionell entfernen zu lassen. Denn oft sind es diese beiden Dinge, die Ursachen für einen schlechten Atem sind. Wenn Zahnstein und Zahnbelag nicht entfernt wird, können weitere Probleme im Mund auftreten. Wer einen Zahnersatz trägt, muss die Prothesen bzw. das Implantat in Absprache mit dem Zahnarzt bzw. den Zahnhygieniker regelmäßig reinigen und auch das Zahnfleisch auf spezielle Art pflegen. Kranke Zähne und entzündetes Zahnfleisch lassen sich auf diese Weise effektiv verhindern.

Bei den regelmäßigen Zahnarztbesuchen erkennt der Zahnarzt schon frühzeitig, wenn sich Karies entwickelt und kann sofort etwas dagegen unternehmen. Auch Parodontitis lässt sich von ihm frühzeitig feststellen und behandeln. Auf einer umfassenden Checkliste kann man sich orientieren, ob und was man für die optimale Mundhygiene tun muss.

Checkliste Mundhygiene

  • Jeden Tag morgens und abends für mindestens 3 Minuten die Zähne putzen. Elektrische Zahnbürsten mindestens 2 Minuten benutzen. Beste Stärke sind weiche und mittlere Bürsten. Bei zu harten Bürsten können Zahnfleisch und Zahnschmelz verletzt werden.
  • Regelmäßiges Auswechseln der Zahnbürsten ist spätestens nach drei Monaten erforderlich. Es sollte jedoch schon früher erfolgen, wenn die Borsten zur Seite abstehen oder sich diese komplett verfärbt haben.
  • Zahnpasta mit Fluor verwenden, da es soll den Zahnschmelz härteen. Zahncremes mit anderen Zusätzen sollten mit dem Zahnarzt abgesprochen werden.
  • Zahnzwischenräume sorgfältig reinigen, am besten Zahnseide oder Interdentalbürsten benutzen.
  • Zungenreinigung mit einer Zahnbürste oder einer extra erhältlichen Zungenbürste/einem Zungenschaber durchführen. Den Bereich ganz hinten auf der Zunge nicht vergessen!
  • Nach dem Verzehr von Zitrusfrüchten und säurehaltigen Speisen die Zähne erst frühestens eine halbe Stunde später putzen. Ansonsten könnte es passieren, dass die Säure auf dem Zahnschmelz verteilt wird und diesen schädigt.
  • Bei Entzündungen im Mund besondere Mundspülungen verwenden. Zugesetzte Geruchsstoffe binden unangenehme Gerüche. Zahnärzte raten jedoch von der dauerhaften Verwendung dieser Lösungen ab, denn die permanente Verwendung kann unter Umständen die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen.
  • Gegen trockenen Mund hilft ein zuckerfreier Kaugummi. Er regt den Speichelfluss an. Dieselbe Wirkung erzielt das Kauen auf einem Stück Brot. Der Speichelfluss transportiert einen guten Teil der übelriechenden Bakterien ab.
  • Regelmäßige Zahnvorsorgetermine wahrnehmen und professionelle Zahnreinigung durchführen lassen, am besten zweimal jährlich.
  • Zahnprothesen, Implantate und Zahnspangen mindestens einmal täglich nach Anweisung des Zahnarztes reinigen.

Parodontitis behandeln und Mundgeruch beseitigen

Mundgeruch durch Parodontitis
Regelmäßige Parodontitis Behandlungen sind ebenfalls notwendig, um Mundgeruch zu vermeiden.
Bildquelle: Designua / Shutterstock.com

Hinter dem Begriff Parodontitis verbirgt sich eine Zahnfleischentzündung. Diese kann sich auf die Zahnfleischtaschen ausdehnen. Mit fortschreitendem Zahnbelag breitet sich die Entzündung auf den Zahnhalteapparat und das Zahnbett aus. Vormals nannte man Parodontitis auch Parodontose, das ist aber keine zutreffende Bezeichnung und veraltet.

Freiliegende Zahnhälse

Die Entzündung sorgt dafür, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht. Infolgedessen liegen die Zahnhälse frei. Daran können der Zahnknochen und das umgebende Bindegewebe zugrunde gehen. Die Folge ist, dass die Zähne sich lockern und ausfallen, wenn der Zahnarzt nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreift. Falls Betroffene merken, dass ihre Zähne schmerzhaft auf Kaltes und Heißes, Süßes oder Saures reagieren, dass sie überraschenden Mundgeruch haben oder ständiges Zahnfleischbluten, sollten Sie den Zahnarzt aufsuchen.

Bakterien wirksam beseitigen

Wenn der Zahnarzt feststellt, dass es sich um Parodontitis handelt, wird er die Zahnfleischtaschen genau in Augenschein nehmen. Manchmal wird dabei eine Bakterienprobe entnommen, damit sie im Labor untersucht werden kann. Der Patient muss eine spezielle Mundspüllösung anwenden. Außerdem hilft es ebenfalls, zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Diese entfernt die Bakterien auch aus den Zahnfleischtaschen.

Im besonders schweren Fällen wird eine lokale Betäubung verabreicht und in ganz seltenen Fällen wird sogar der Einsatz von Antibiotika nötig. Auch per Laser lässt sich die Parodontitis inzwischen behandeln. Die lichtaktiven Substanzen wirken auf die Bakterien ein, die daran zugrunde gehen. Da eine solche Behandlung allerdings mit recht hohen Kosten verbunden ist, die von den Krankenkassen derzeit nicht übernommen werden, sollten Patienten einen Kostenvoranschlag anfragen und diesen in Ruhe überprüfen.

Zungenreinigung, um Bakterien und Mikroorganismen zu entfernen

Zungenreinigung gegen Mundgeruch
Die tägliche Zungenreinigung zählt zu den wichtigsten Maßnahmen gegen Mundgeruch.
Bildquelle: Andrey_Popov / Shutterstock.com

Als Bestandteil der täglichen Mundhygiene kam die Zungenreinigung bereits weiter oben zur Sprache. Sie soll aber noch einmal gesondert erwähnt werden, weil sie zu den wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen Mundgeruch gehört. Die Zunge hat eine raue Oberfläche, in der sich Bakterien und Mikroorganismen ideal einnisten können. Dort können sie mehr oder weniger unkontrolliert wachsen.

Die Bakterien auf der Zunge sorgen dafür, dass die Zähne auch nach dem Putzen wieder verunreinigt werden. Falls Betroffene bereits eine Parodontitis aufweisen, wird der Parodontitis Vorschub geleistet. Wer sich täglich um die Reinigung seiner Zunge kümmert, der wird erheblich dazu beitragen, dass der Mund- und Rachenraum gesundet und der Atem frischer wird.

Zungenbürste entfernt Belag auf der Zunge

Die Zungenbürste entfernt den Belag von der Zunge. Das Mundhygienegerät ist 2-3 cm breit, manche Produkte auch etwas breiter. Zum Kopfende hin ist es gebogen, manche sind mit kleinen Bürstenaufsätzen ausgestattet. Die Zungenbürste wird hinten auf der Zunge angesetzt und in einem Zug gleichmäßig nach vorne geführt.

Dabei wird der Belag weitgehend aufgenommen. Manche Mediziner sind der Auffassung, dass die Zunge auch mit einer handelsüblichen Zahnbürste effektiv zu reinigen ist. Es gibt Produkte zu kaufen, die auf der Rückseite der Borsten eine stark geriffelte Oberfläche aufweisen. Der Effekt, den die Reinigung einer Zahnbürste erzielt, ist vergleichbar mit dem Effekt der Behandlung durch die Zungenbürste.

Spezielle Zungenreiniger sind auf das Problem ausgerichtet und säubern die Zungenoberfläche recht gut. Insbesondere hinten auf der Zunge, in der sich starke Vertiefungen befinden, tummeln sich die Fäulnisbakterien. Ihre Abfallprodukte in Form von Schwefelverbindungen sind es, die den unangenehmen Geruch auch nach dem Zähneputzen verursachen und erneut etablieren. Deshalb heißt es besonders intensiv die ganze Zunge gründlich reinigen, und das am besten zweimal täglich.

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Mit ayurvedischen Zahncremes Mundgeruch bekämpfen

Ayurveda ist eine altindische Medizinlehre. Das Reinigen der Zunge gehört im Ayurveda zum täglichen Ritual der Mundhygiene. Anhänger des Ayurveda benutzen einen silbernen Zungenreiniger, doch auch ein Kunststoffreiniger ist absolut geeignet und zweckdienlich. Auch die Zusammensetzung von der Zahncreme spielt eine Rolle, wie die Mundhygiene anschlägt. Produkte, die zum Beispiel, Eukalyptusöl, Teebaumöl und Minzöl enthalten, helfen dabei, Mundgeruch zu überdecken, aber nicht ihn zu bekämpfen.

So mancher schwört auf ayurvedische Zahncremes mit den Inhaltsstoffen Niembaumöl, Nelkenöl und Süßholz oder auch mit Kräutermischungen aus Thymian, Minze und Cylon-Zimt. Diese Zahncremes wirken auf ähnliche Weise gegen Mundgeruch, denn die intensiven und aromatischen Kräutermischungen überdecken den Geruch.

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Natürliche Mundspülungen gegen Mundgeruch

Um üblen Mundgeruch zu bekämpfen, gibt es eine ganze Reihe von Hausmittelchen, die sich rund um das Thema Pflanzenextrakte ranken. Sie auszuprobieren kann nicht schaden.

  • Naturtrüber Apfelessig: 1 Teelöffel naturtrüber Apfelessig auf 125 ml lauwarmes Wasser geben und umrühren. Die Mischung zuerst gurgeln und dann herunterschlucken.
  • Salbeitee: Getrocknete Salbeiblätter mit heißem Wasser auf gießen und abkühlen lassen. Sobald der Tee lauwarm ist, regelmäßig den Mund damit ausspülen.
  • Myrrhetinktur: 8-10 Tropfen Myrrhetinktur auf 250 ml Wasser geben. Den Mund regelmäßig damit ausspülen.
  • Propolis: Propolis ist das von Bienen erzeugte Harz. Es kommt direkt aus der Natur und hat die Funktion, den Bienenstock wirksam vor Bakterien und anderen schädlichen Mikroorganismen zu bewahren. Aus diesem Grund soll Propolis auch eine gute Möglichkeit sein, um den Mund- und Rachenraum zu behandeln. Dazu brauchen Betroffene Propolis Tinktur oder Propolis Pulver, das mit einigen Tropfen in einem Glas Wasser als Mundspülung verwendet wird. Rührt der Mundgeruch vom Magen her, nützen entweder Propolis Tabletten oder Pulver. Betroffene rühren 3-mal Täglich das Pulver oder die Tinktur in ein Glas lauwarmes Wasser und trinken es in kleinen Schlucken. Die Wirkung entfaltet sich erst im Magen.
  • Teebaumöl: Bis zu zehn Tropfen australisches Teebaumöl von 150 ml Wasser auflösen und als Mundspülung verwenden.
  • Eukalyptus: Pastillen, Bonbons und Kaugummi mit Eukalyptus lutschen bzw. kauen.
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Ernährungs- und Trinkgewohnheiten anpassen und Mundgeruch vermindern

Wie ausführlich erklärt ist es wichtig, dass genügend Speichel zur Verfügung steht, um Bakterien und Mikroorganismen und deren Abfallprodukte aus dem Mundraum abzuführen. Doch nicht jeder Mensch produziert ausreichend Speichel. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Erste Hilfe, um die Speichelproduktion anzuregen, ist Wasser trinken.

Wasser trinken und Speichelproduktion ankurbeln

Wasser trinken gegen Mundgeruch
Regelmäßiges Wasser trinken fördert den Speichelfluss und soll somit Mundgeruch vermindern.
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Wer zu wenig trinkt, produziert auch zu wenig Spucke. In der Folge ist eine ausreichende Menge Flüssigkeit nötig, um den Mund feucht, den Speichelfluss ingang und den Abtransport von schlechten Gerüchen sicher zu stellen. Als Faustregel gilt pro Kilogramm Körpergewicht mindestens 30 ml pro Tag zu trinken.

Lebensmittel gegen schlechten Atem

Eine ausgewogene Ernährung ist generell gesund für den Körper und das schlägt sich auch im geruchsfreien Atem nieder. Eine basische Ernährung, der Verzehr von Salaten, Nüssen, Früchten und frischem Gemüse trägt zur gesunden Mundflora bei. Beim Würzen sollten Verbraucher auf mehr Salz setzen und mit kaltgepressten Ölen und frischen Kräutern arbeiten.

Wer viel Gemüse ist, regelmäßig Obst verzehrt, auf scharfe Speisen verzichtet und kaum oder gar kein Alkohol trinkt sowie das Rauchen vermeidet, hat allgemein gute Chancen, keinen Mundgeruch zu entwickeln. Kommt noch körperliche Bewegung hinzu, die die Durchblutung ankurbelt und damit die wesentlichen Körperfunktionen unterstützt, so schlägt sich das ebenfalls in der Mundgesundheit nieder. Ausgewogene Ernährung, viel frische Luft und regelmäßiger Wasserkonsum wirken durchweg positiv auf die Seele, den Geist und den Körper.

Das wichtigste auf einen Blick:

  • Viel Wasser trinken! Dann ist ausreichend Speichelfluss gegeben, um den Mundraum regelmäßig auf natürlichem Weg zu reinigen.
  • Gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Kräutern begünstigen einen angenehmen Mundgeruch.

Gesunde Darmflora als Grundlage gegen Mundgeruch

Gesunde Darmflora für guten Atem
Eine gesunde Darmflora ist für guten Atem ebenfalls eine Grundvoraussetzungen. Probiotika können helfen.
Bildquelle: MicroOne / Shutterstock.com

Eine gestörte Darmflora sorgt als Begleiterscheinung für einen schlechten Atem. Zwar ist eine intakte Darmflora im Umkehrschluss kein unumstößlicher Garant für eine gesunde Mundflora, aber sie sorgt in vielen Fällen für eine merkliche Verbesserung. Das gilt insbesondere dann, wenn die offenkundigen Methoden aus der Zahnpflege vorbildlich angewendet wurden, der Mundgeruch aber immer noch nicht ganz verschwunden ist.

Probiotika und ihr Einfluss auf die Qualität der Mundflora

Um Mundgeruch zu bekämpfen, ist eine gesunde Mundflora zwingend erforderlich. Bislang sind vorwiegend Methoden genannt worden, die die übelriechenden Bakterien im Mund bekämpfen und das Milieu im Mund verbessern. Auf dieser Grundlage kann die Mundflora gesunden.

Schleimhäute im Körper beeinflussen sich gegenseitig

Allerdings hängt es auch davon ab, dass die Darmflora intakt ist, damit die Mundflora funktioniert. Der Zusammenhang lässt sich über die Mundschleimhäute herstellen. Diese sind, genauso wie die Darmschleimhaut, ein Teil des Verdauungssystems. Die Schleimhäute stehen innerhalb des Körpers miteinander in Verbindung und nehmen gegenseitig Einfluss aufeinander. Der Handel hält inzwischen Kaugummis mit probiotischen Eigenschaften bereit. Diese sollen ebenfalls gegen akuten Mundgeruch helfen. Die Wirkung konzentriert sich entsprechend auf den Mund- und Rachenraum. Der Rest des Verdauungssystems profitiert nicht davon.

Geschädigte Darmflora kann unangenehmen Mundgeruch verursachen

Eine gestörte Darmflora kann Ursache für flechten Atem sein. Besteht dieser Verdacht, sollte besser ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dieser kann sollte die Ursache finden und zu einer sinnvollen Therapie raten. Teil dieser Therapie können auch hochwertigen Probiotika sein. In Verbindung mit einer kompletten Darmsanierung zeigt sich in vielen Fällen eine Verbesserung der Mundflora. In der Folge kann der Mundgeruch deutlich zurückgehen.

Probiotika sind hilfreiche Darmbakterien. Sie helfen beim Aufbau einer gesunden Darmflora. Die Darmbakterien sind entweder als flüssiges Präparat erhältlich oder verschlossen in Kapseln. Anwender können sich für eines der Produkte entscheiden oder beide miteinander kombinieren. Wer sich für eine komplette Darmsanierung entscheidet, sollte zusätzlich zu den Probiotika auf Flohsamenschalenpulver sowie Bentonit setzen.

Bentonit bei Mundgeruch

Bentonit ist Mineralerde. Sie scheint wirksam gegen Mundgeruch. Als Mundspülung soll sie Giftstoffe aufnehmen und aus dem Mundraum entfernen. Mit Giftstoffen sind Bakterien und Toxine im Mundbereich gemeint, die mittels Durchspülen und Ausspucken entfernt werden können. Wer Bentonit gegen Mundgeruch probieren möchte, kann einen gehäuften Teelöffel mit etwa 250 ml Wasser anrühren. Das Wasser sollte höchstens lauwarm sein, besser noch ist kaltes Wasser.

Betroffene nehmen nun einen Schluck in den Mund und ziehen die Flüssigkeit gründlich durch die Zähne hin und her. Dadurch sollen auch die Zahnzwischenräume gereinigt werden, da an diesen Stellen erfahrungsgemäß schwer erreichbare Bakterien sitzen, die den Mundgeruch verursachennkönnen. Die Prozedur sollte mehrmals wiederholt werden, bis die Mischung verbraucht ist.

Mit Bentonit Paste Zahnfleischentzündungen vorbeugen

Eine Variante der Anwendung stellt die Vermischung mit weniger Wasser dar. Aus dem Pulver mit einigen Tropfen Wasser wird eine Paste angerührt. Diese Paste ist nun auf das Zahnfleisch und die Zunge aufzutragen. Einige Minuten sollten Verbraucher nun mit dieser Paste im Mund aushalten, ohne diese auszuspülen oder herunter zu schlucken. Dieser Vorgang sollte täglich zwei bis dreimal durchgeführt werden. Die Paste scheint nicht nur hilfreich gegen Mundgeruch, sie soll auch Zahnfleischproblemen vorbeugen.

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Hausmittel aus der Hausapotheke gegen Mundgeruch

  • Schwarzer Tee wirkt angeblich gegen Mundgeruch.
  • Ölziehen ist ein altes Hausmittel zur Reinigung der Mundhöhle.
  • Pflanzenextrakte, Kräuter (auch in Form von Kräuterölen) sowie verschiedene Gewürze helfen gegen schlechten Atem.
  • Ginseng bekämpft angeblich Magenbakterien, deren Abfallstoffe sich im schlechten Atem niederschlagen können.
  • Zink neutralisiert angeblich schlechte Gerüche im Mund.

Diese und weitere Hausmittel werden nun detailliert erklärt, warum sie gegen Mundgeruch wirken können.

Ölziehen gegen unangenehmen Mundgeruch

Ölziehen gegen Mundgeruch
Das “Ölziehen” kommt aus dem Ayurveda Bereich. Dabei wird mit Bio-Öl der Mund- und Rachenraum gereinigt, indem Öl durch den Rachen- und Zahnraum gespült wird.
Bildquelle: Rommel Canlas / Shutterstock.com

Ölziehen ist für Erstanwender ein wenig gewöhnungsbedürftig. Nicht wenige brauchen etwas Überwindung, bevor sie es durchführen. Ölziehen bedeutet, dass Betroffene mit einem Bio-Öl den Mund- und Rachenraum reinigen. Das erfolgt in verschiedenen Schritten, die in ihrer Reihenfolge möglichst unverändert durchgeführt werden sollten. Ölziehen dauert ungefähr 20 Minuten.

Nötig ist ein Esslöffel Bio-Öl, vorzugsweise Sesamöl, Kokosöl oder Sonnenblumenöl. Angereichert mit aromatischen Kräutern, wie im Abschnitt „Heilkräuter Öle gegen Mundgeruch“ beschrieben, hinterlässt das Öl einen angenehmen Geruch.

Anwendung des Ölziehens

Das Öl soll nicht gegurgelt werden, sondern es soll immer in Bewegung bleiben. Ziel ist, die Bakterien auch zwischen den Zahnzwischenräumen zu erreichen und sie in dem Öl aufzufangen. Zeit ist der wichtigste Faktor beim Ölziehen. Denn nur wenn das Öl in alle Bereiche und bis in den letzten Winkel des Mundes eindringen kann, lässt sich ein gutes Ergebnis erzielen.

Zur Vorbereitung reinigen Betroffene zuerst die Zunge. Ein Zungenschaber ist das erste Mittel der Wahl, um den Zahnbelag aufs Gründlichste zu entfernen. Die gesäuberte Zunge ist eine wichtige Grundlage, um das Ölziehen erfolgreich durchführen zu können. Der beste Zeitpunkt zum Ölziehen ist morgens. Anwender sollten vorab noch nichts gegessen und nichts getrunken haben, damit sich die Wirkung optimal entfalten kann. Das Zähneputzen erfolgt erst nach dem Ölziehen.

Morgens ist der beste Zeitpunkt

Nach dem Aufstehen nehmen Betroffene einen Esslöffel Öl in den Mund und spülen dieses mindestens 15-20 Minuten im Mund hin und her. Das Öl soll aber nicht verschluckt, sondern später ausgespuckt werden. Das Öl wird sich mit reichlich Speichel vermischen und sich zu einer schaumigen Mixtur vermengen. Nach dem Ölziehen ist das Zähneputzen an der Reihe. Dazu eignet sich zum Beispiel eine ayurvedische oder basische Zahncreme. Zur Abrundung des erfolgreichen Ölziehens empfehlen erfahrene Naturheilkundler die Einnahme eines Präparates aus der Sango-Meeres-Koralle. Anwender nehmen eine Messerspitze zu sich und lassen das Pulver im Mund, bis es vollständig aufgelöst ist.

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Pflanzenextrakte als Mittel gegen Mundgeruch

Neben den Pflanzenextrakten aus Myrrhe, Salbei, Teebaum und Eukalyptus können Betroffener zusätzlich weitere pflanzliche Extrakte versuchen. Es empfehlen sich unter anderem Extrakte aus

  • Walnuss
  • Gelbholz
  • Galleichel
  • Krappwurzel
  • Stechwinde

Die genannten Pflanzenextrakte sind reich an Gerbstoffen. Gerbstoffe wiederum wirken scheinbar beruhigend auf das Zahnfleisch und sollen es kräftigen. Insofern lässt sich mit der Anwendung von den genannten Pflanzlichen Extrakten die Mundgesundheit verbessern, was ebenfalls mittelfristig zu einem verminderten Mundgeruch führen kann. Ein Mittel bei akuten Beschwerden sind diese Extrakte allerdings nicht.

Aromatische Kräuter und Gewürze gegen Mundgeruch

Wildkräuter mit Bitterstoffen sind ebenfalls empfehlenswerte Helfer gegen Mundgeruch. Besonders tut sich der Wilde Wermut hervor, der auch unter den Begriffen Beifuß und Gänsekraut bekannt ist. Nun sollten Betroffene das Kraut nicht einfach kauen, sondern die getrockneten Kräuter mit heißem Wasser aufbrühen. Sie sollten den Tee über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken und die Mixtur im Mund hin und her spülen, bevor sie sie schlucken. Die Bitterstoffe sollen das Wachstum der Bakterien mindern und die übelriechenden Zersetzungsprozesse im Mund- und Rachenraum verhindern.

Kräuter, die den Atem kurzfristig auffrischen können

Gegen Mundgeruch sollen auch die folgenden Kräuter und Gewächse helfen: Betroffene kauen oder lutschen frische oder getrocknete Pflanzenteile wie

  • Eukalyptus,
  • Kamille,
  • Minze,
  • Myrrhe,
  • Gewürznelken,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Teebaum,
  • Niembaum,
  • Thymian,
  • Zimt,
  • Majoran,
  • Fenchel,
  • Kardamom,
  • Bockshornklee oder
  • Anis.

Ätherische Öle aus genannten Pflanzen sorgen nicht nur für frischen Atem, sondern sollen auch gegen Entzündungen des Zahnfleisches, Zahnfleischbluten und zum Teil auch gegen Karies helfen. Empfehlenswert ist es, die ätherischen Öle unter die Zahncreme auf den Zahnbürstenkopf  oder in die Box für die Zahnseite zu träufeln. Achtung: Nur natürliche, reine ätherische Öle verwenden und keinesfalls synthetische Produkte nutzen!

Auch der langsame Verzehr einer ganzen Kaffeebohne oder eines geriebenen Apfels hilft angeblich gegen Mundgeruch.

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Geheimtipp Petersilie

Petersilie kauen gegen Mundgeruch
Langes Kauen der (krausen) Petersilie setzt ätherische Öle frei und bindet Gerüche im Mund und kann so Mundgeruch vorbeugen.
Bildquelle: Brent Hofacker / Shutterstock.com

Die allseits beliebte und häufig genutzte Petersilie soll gegen Mundgeruch helfen. Die Pflanze soll nämlich Gerüche binden. Damit der Effekt nachhaltig ist, sollten Anwender krause Petersilie lange und ausgiebig kauen, um die ätherischen Öle der Pflanze freizusetzen. Im Mund können sie dann ihre Arbeit tun und den Geruch binden – die regelmäßige Anwendung beschertscheinbar einen frischen Atem. In erster Linie wird der Wirkstoff Apiol für die Reduzierung des Mundgeruchs verantwortlich gemacht.

Doch auch das enthaltene Chlorophyll soll dem Fäulnisbakterien zu Leibe rücken. Es verändert den pH-Wert im Mund und lässt ihn leicht ansteigen. Für die Bakterien ist dieses veränderte Milieu unangenehm. Sie ziehen sich zurück und breiten sich weniger stark aus. In Verbindung mit naturtrübem Apfelessig steigt der geruchsbindende Effekt angeblich noch an. Gegen Knoblauch schafft es die Petersilie allerdings nicht, denn dieser Geruch tritt nicht nur durch den Mund, sondern durch sämtliche Poren der Haut aus.

Heilkräuter Öle gegen Mundgeruch

Genauso, wie Kräuter in Reinform gegen Mundgeruch helfen, können Sie aufgelöst Öl ebenfalls dazu beitragen, den Mundgeruch einzudämmen. Es gibt natürliche ätherische Öle, die als Tropfenzusatz in Wasserglas als Mundspülung ihre Wirkung entfalten. Es handelt sich dabei in erster Linie um diese Heilkräuter Öle:

  • Eukalyptusöl
  • Minzöl
  • Teebaumöl
  • Niembaumöl
  • Rosmarinöl
  • Salbeiöl
  • Thymianöl

Wer die Prozedur des Ölziehens durchführt, kann dafür auch Kräuteröl mit den genannten Inhaltsstoffen verwenden.

Mit Xylit bei Mundgeruch

Mundspülungen mit Xylit reduziert Karies und beugt Parodontitis vor.
Bildquelle: KatharinaRau / Shutterstock.com

Xylit (oder auch Birkenzucker genannt) hat sich als Mundspülung bewährt. Es handelt sich dabei um einen Zuckeraustauschstoff, der gut für die Zähne und die Mundflora scheint. Xylit hat die Konsistenz von sehr feinem Zucker. Das Produkt ist in Apotheken, Drogerien sowie in Onlineshops erhältlich. Der Geschmack der Xylit-Mundspülung ist sehr süß.

Zur Anwendung wird ein halber Teelöffel trocken in den Mund genommen, mit Spucke vermengt und hin und her bewegt. Der Mundraum sollte danach eine halbe Stunde nicht befeuchtet werden. Das bedeutet, dass nichts getrunken und dass der Mund nicht ausgespült wird. Nach dem Zähneputzen angewendet stellen sich die besten Erfolge ein.

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Ginseng bei Mundgeruch

Wenn der Magen mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert ist, kann sich eine Magenschleimhautentzündung (Typ-B-Gastritis) entwickeln. Das Bakterium siedelt sich in der Schleimhaut des Magens an und vermehrt sich recht schnell. Es bewegt sich mittels peitschenförmiger Fortsätze immer weiter hinunter in den Darmbereich. Es kann sogar ein Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür verursachen.

Die Bakterien bilden beim Zersetzungsprozess ein bestimmtes Eiweiß, das Mediziner als Urease bezeichnen. Urease wandelt Harnstoff in Ammoniak und Kohlendioxid um. Die Abfallprodukte entwickeln einen ganz unangenehmen Geruch, der sich über die Schleimhäute nach außen einen Weg sucht. Das Bakterium kann angeblich durch die Einnahme von Ginseng eingedämmt werden. Ginseng ist gut bekömmlich, soll aber sehr effektiv gegen Helicobacter pylori wirken. In der Folge soll der Mundgeruch zurückgehen. Allerdings sollten sich Betroffene, die Verdacht auf eine Magenschleimhautentzündung haben oder gar fürchten, ein Magengeschwür zu entwickeln, unbedingt mit einem Arzt in Verbindung setzen.

Darreichungsformen von Ginseng

Ginseng gegen Mundgeruch
Ginseng als Tee auch auch Dragees hat sich gegen Mundgeruch bewährt.
Bildquelle: tarapong srichaiyos / Shutterstock.com

Ginseng ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Es gibt ihn als geschnittene Wurzelscheibe, als Trockenextrakt oder als Tee. Darüber hinaus wird die Wurzel gemahlen und in Form von Kapseln, Tabletten, Dragees oder Pastillen angeboten. Ginseng ist auch in Form von Schnaps in Drogerien oder Apotheken erhältlich. Roter Ginseng liefert einen hohen Gehalt an Ginsenosiden.

Anwendung von Ginseng

Verbraucher sollten im Durchschnitt nicht mehr als 1 bis 2 Gramm des Mittels zu sich nehmen. Um eine therapeutische Wirkung zu erzielen, ist eine Tagesmenge von mindestens 10 Milligramm empfehlenswert. Grundsätzlich richtet sich die Dosierung nach der in der Packungsbeilage abgedruckten Empfehlung.

Wer sich für Ginsengtee entscheidet, nimmt 3 Gramm der feingeraspelten Wurzel oder einen Teelöffel pro Tasse und gießt das Produkt mit kochendem Wasser auf. Das Gemisch sollte mindestens 5-10 Minuten abgedeckt stehen bleiben und dann durch ein Teesieb abgegossen werden.

Besser ist allerdings, ein standardisiertes Teepräparat zu benutzen, da die Konzentration dann besser zu kontrollieren ist. Über einen Zeitraum von 3-4 Wochen trinken Betroffene ein- bis dreimal täglich diesen Tee. Nebenwirkungen sind keine bekannt, auch Wechselwirkungen sind nicht verzeichnet.

Nahrungsergänzungsmittel und Tonikum aus Ginseng

Fertigpräparate, die als Nahrungsergänzungsmittel in Drogerien angeboten werden, weisen oft einen zu geringen Gehalt an Ginsenosiden auf. Wer Ginseng als Tonikum einsetzt, kann außerdem auf eine Leistungssteigerung und Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit hoffen.

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Zink gegen Mundgeruch

Zink gegen Mundgeruch
Zink soll Bakterien binden, die für unangenehmen Mundgeruch verantwortlich sind. Unter anderem werden Zungenreinigungen mit Zinkgel empfohlen.
Bildquelle: Evan Lorne / Shutterstock.com

Verbraucher berichten, dass die regemäßige Einnahme von Zinkpräparaten zum allgemeinen körperlichen Wohlbefinden beiträgt. Erhältlich sind diverse Zinkpräparte mit Vitamin C und ohne Vitamin C. Andere Präparate kombinieren das Spurenelement mit weiteren Vitaminen. Onlineshops, Apotheken und Drogerien bieten sie in vielfältigen Varianten an. Verbraucher sollten darauf achten, dass sie eine tägliche Zufuhr von 10 mg Zink erreichen. Eine Überdosierung ist nur dann zu erwarten, wenn mindestens das Zehnfache der empfohlenen Tagesration zugeführt wird. Bei einer Überdosierung reagieren einige Anwender mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen

Zink-Gel soll Gerüche im Mund- und Rachenraum absorbieren

In der Zahnmedizin raten Experten unter anderem dazu, die Zunge mit einem Zink-Gel zu reinigen. Dabei wird das Gel auf den Zungenreiniger aufgetragen und langsam vom höchsten Punkt der Zunge bis nach vorne zu Zungenspitze verteilt. Betroffene halten dabei am besten die Zungenspitze vorne fest, während sie diese herausstrecken. Das Gel neutralisiert die Gerüche. Die Masse wird für 30 Sekunden auf der Zunge belassen, damit sie ausreichend Zeit zum Einwirken hat. Danach ziehen Betroffene den Zungenreiniger mit der glatten Seite des Zungenschabers komplett ab. Der Rest des Gels lässt sich mit reichlich Wasser ausspülen.

Eine Zahnbürste zur täglichen Zungenreinigung mit Zink-Gel ist nur bedingt und nicht für jedermann geeignet, weil sie nicht selten einen Würgereflex auslöst, wenn sie im hinteren Rachenraum aufgesetzt wird. Außerdem lässt sich das Gel mit der Zahnbürste nicht so flächig und schnell verteilen, wie mit dem speziell geformten Zungenreiniger.

Medizinische Mittel gegen Mundgeruch

Es gibt eine Reihe von Mundspülungen und Produkten, die bei regelmäßiger Anwendung Mundgeruch bekämpfen können. Im Folgenden ein kurzer Überblick über medizinische Mittel gegen Mundgeruch.

Mundspülung CB12

Auf dem Markt ist das Mittel CB 12. Es handelt sich dabei um eine Mundspülung. Sie soll Bakterien, die für die unangenehmen Gerüche im Mund verantwortlich sind, abtöten. Hergestellt wird es von MEDA Pharma GmbH & Co. KG. Die Firma gibt an, dass das Mittel rund 12 Stunden gegen Mundgeruch wirkt. Die Hauptwirkstoffe, die die Bakterien abtöten sollen, sind

  • Zink,
  • Chlorhexidin,
  • Natriumfluorid

Das Natriumchlorid soll den Zahnschmelz härten und auf diese Weise langfristig Karies minimieren. Täglich sind von der Flüssigkeit 10 Milliliter für 1 Minute zum Spülen empfohlen. Der Hersteller empfiehlt, CB12 morgens zu benutzen, so dass den gesamten Tag kein Mundgeruch auftritt. Verbraucher, die abends CB12 gurgeln, wachen morgens angeblich mit einem frischen Atem auf. Selbstverständlich ist es auch möglich, die morgendliche und abendliche Anwendung zu kombinieren. Die Flasche beinhaltet einen viertel Liter und reicht bei einer Anwendung pro Tag vier Wochen, bei zweimaliger Anwendung pro Tag zwei Wochen.

Der Geschmack der Mundspüllösung ist relativ mild. Hauptkomponente ist der Mentholgeschmack, der ein Gefühl von Frische und Sauberkeit verleiht. Die abendliche Anwendung ist für viele Anwender erfolgreich, insbesondere Lebenspartner schätzen die positive Auswirkung von CB12. Bei der Anwendung am Morgen berichten die meisten Anwender von langanhaltender Frische. In der Regel hält diese Wirkung aber nicht 12 Stunden an, sondern sie geht bei den meisten nach 7 bis 10 Stunden   verloren. Praxistipp: Mittags auf Knoblauch und Zwiebeln verzichten, das verlängert die Wirkung des Mittels.

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Tetrobreath Mundspülung System

Tetrobreath System ist vom Hersteller glasow & wegatha. Die Produktlinie Tetrobreath umfasst ein breites Sortiment unterschiedlichster Mittel, die gegen Mundgeruch wirken. Im Angebot sind eine spezielle Mundspülung, eine passende Zahncreme sowie ergänzende Artikel. Die Produkte sollen in Kombination am besten wirken. Mundspüllösung, Zahngel und ein Zungenreiniger zeigen im Zusammenspiel gute Ergebnisse.

In den Produkten befindet sich Chlordioxid, das die Bakterien abtöteen soll. Die Zahnpasta ist mit Natriumchlorid angereichert, so dass Zähne gegen Karies geschützt werden können. Aloe Vera soll das Zahnfleisch beruhigen. In den Produkten ist kein Saccharin enthalten, was eine Ausnahme im Vergleich zu Konkurrenzprodukten darstellt.

Allerdings ist dieser Inhaltsstoff nicht ganz unumstritten und ein bitterer Nachgeschmack bleibt auf der Zunge. Auch fehlt in den Zahnpflegeprodukten Natriumlaurylsulfat. Dieser Zusatzstoff ist für das Aufschäumen von Zahnpasta verantwortlich. Der Hersteller lässt es weg, weil es das Zahnfleischentzündungsrisiko scheinbar steigert.

Das Gel kann gut in die Zungenoberfläche eindringen und seine Wirkung entfalten. Die Universität von Kalifornien in Los Angeles (UL CA) hat die Produkte von Tetrobreath genauer untersucht. Festgestellt hat sie, dass der Mundgeruch bei betroffenen Personen zurückgeht, wenn die Anwendung regelmäßig und dauerhaft erfolgt.

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  • Inhaltsstoffe / Zutaten Aqua (Water), Sodium Chlorite, Sodium Bicarbonate, PEG-40 Hydrogenated Castor Oil, Potassium Sorbate, Sodium Benzoate, Mentha Piperita, Sodium Hidroxide, Tetrasodium EDTA,...

Chlorophyll Dragees Stozzon

Stozzon von Queisser Pharma aus Flensburg ist ein Mittel in Drageeform gegen Mundgeruch.  Laut Herstellerangabe ist es das einzige zugelassene medizinische Mittel gegen Körper- und Mundgeruch. Hauptinhaltsstoff ist Chlorophyll. Chlorophyll, auch Blattgrün genannt, sorgt in Pflanzen für die Grünfärbung. Chlorophyll ist Hauptakteur bei der Fotosynthese.

Mediziner entdeckten, dass Chlorophyll Gerüche neutralisiert, weil es eiweißspaltende Enzyme eindämmt, die schlechte Gerüche verursachen. Außerdem sind ein Kupferkomplex sowie Natriumsalze in den Dragees verarbeitet.

Chlorophyll Dragees sind einfach in der Anwendung und können problemlos mitgeführt werden. Ein- bis dreimal täglich nehmen Betroffene ein Dragee mit einem Glas Wasser ein. Gerüche, die im Mund-und Rachenraum entstehen, werden unterbunden. Mundgeruch, dessen Ursachen im Magen liegen, wird scheinbar bekämpft.

Frischer Atem kann nun aus Mund und Nase strömen und selbst schlechte Gerüche, die üblicherweise über die Haut austreten (Zwiebeln, Knoblauch, Schweiß) sollen die Dragees effektiv bekämpfen. Das Mittel wirkt von innen und soll eingreifen, bevor der Körpergeruch entsteht. Verbraucher berichten, dass eine Wirkung sich nicht unmittelbar, sondern erst nach etwa ein bis zwei Wochen einstellt.

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Quellen:

[1]: Echte und psychisch bedingte Halitosis – Befunde, Diagnosen und Ergebnisse einer Mundgeruch-Sprechstunde

[2]: Eindeutige Evidenz für Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Parodontitis

[3]: Cigarette smoking and the oral microbiome in a large study of American adults

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